Microsoft entlässt wohl erneut Tausende

07 Jul Microsoft entlässt wohl erneut Tausende

Microsoft will sich noch stärker auf den boomenden Cloud-Bereich konzentrieren. Besonders im Ausland sollen Stellen abgebaut werden.

Microsoft steht erneut vor Massenentlassungen. Der Software- und Cloudkonzern werde für einen großen Umbau zur Konzentration auf das Cloud-Geschäft mehrere tausend Jobs streichen, meldeten die Nachrichtenagentur Bloomberg und der Sender CNBC unter Berufung auf Unternehmenskreise. Hauptsächlich sollten Arbeitsplätze im Bereich Sales wegfallen. Betroffen seien weniger als 10 Prozent der Beschäftigten in dem Bereich, 75 Prozent davon im Ausland.

CNBC hatte zuvor von 3.000 Stellen berichtet, diese Zahl aber wieder zurückgezogen. Microsoft bestätigte auf Nachfrage einen Stellenabbau, ohne sich jedoch zur Anzahl zu äußern. „Microsoft implementiert Änderungen“, sagte ein Microsoft-Sprecher CNBC. Einige Mitarbeiter würden informiert, dass die Streichung ihrer Arbeitsplätze in Betracht gezogen oder bereits entschieden sei. Es gehe nicht um Sparmaßnahmen. Laut Bloomberg soll der Sales-Bereich sich auf die Cloud konzentrieren.

Microsoft: Stellenabbau ohne Ende

Microsoft hat 71.000 Beschäftigte in den USA und weltweit rund 110.000. Zuletzt entließ Microsoft im Juli 2016 rund 3.000 Beschäftigte. Im Mai 2016 hatte der Konzern angekündigt, im Smartphone-Bereich 1.850 Mitarbeiter abzubauen. Der Stellenabbau treffe die Bereiche Smartphone-Hardware und -Sales-Teams. Betroffen sei auch der globale Sales-Bereich. 900 Entlassungen im Sales-Bereich seien schon vollzogen. Am härtesten war Finnland betroffen, wo 1.350 Jobs gestrichen wurden.

Microsoft hatte im September 2013 Nokias Geschäft mit Mobiltelefonen, Diensten und dazugehörigen Patenten für rund 5,44 Milliarden Euro gekauft. Im Juli 2015 kündigte Microsoft an, 80 Prozent der Kaufsumme von Nokias Handygeschäft abzuschreiben und entließ 7.800 Arbeiter aus dem Bereich. Auf die Nokia-Übernahme hat Microsoft insgesamt bereits 10 Milliarden US-Dollar abgeschrieben und für Restrukturierungen gezahlt.



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